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2020-07-07

Mobbing im Zusammenhang mit Hochsensibilität

Bei hochsensiblen ist der Filter für die Reizaufnahme im Gehirn besonders empfänglich, 
d.h. Betroffene nehmen ihre Umwelt (z.B. Stimmungen anderer Personen, Geräusche, Gerüche etc.) intensiver wahr, aus diesem Grund ist ihre Aufnahmekapazität schneller erschöpft.

Das Potenzial psychischer Belastungen ist somit vermindert. Auf deutsch gesagt: Sie sind anders.
Da heißt es nicht selten: 
“Reiß dich zusammen”. “Sei doch nicht so empfindlich.” “Das bildest du dir nur ein.” usw.

Unter solchen Aussagen leiden wir Hochsensiblen besonders, wir empfinden es als ungerecht unglaubwürdig zu sein.

Unter uns scheint es eine Spezie zu geben, die sich diesen Umstand zu nutze macht, um andere auszugrenzen.

Mobbing gibt es schon immer, im Vergleich zu früher sind die heutigen Methoden auf Grund der digitalen Möglichkeiten, schneller und zielgerichteter bei Facebook und Co. weiter zu verbreiten.

Mobbing wird in Deutschland nicht als Straftatbestand gewertet, deshalb ist es aus meiner Sicht so verbreitet. 
Wenn ich dabei an unsere heutige Justiz mit ihrer Rechtsprechung denke, muss ich nicht mehr dazu sagen.

Was kann Mobbing bei Betroffenen auslösen?

Anhaltende Ausgrenzung ist das schlimmste und geht früher oder später an die psychische Substanz.
 
Körperliche Symptome können Herz- und Kreislaufschwierigkeiten sein. Angst- und Panik Attacken, Magen- und Darmbeschwerden, Übelkeit sind weitere Beschwerden die Auftreten können. Stress verursacht einen hohen Spiegel von Cortisol im Blut, was sich langfristig ungünstig die Gesundheit auswirken kann.
 
Depressive Symptome wie Niedergeschlagenheit, Minderwertigkeitsgefühle, aggressives Verhalten bis hin zur Depression. Im schlimmsten Fall sogar, zu Gedanken- oder der Vollziehung eines Suizids.

Das war bei mir der Fall. 
Es geschah in einem Tennisverein, die Täter waren erwachsene Menschen, dieser Umstand hielt sie nicht davon ab ihre perversen Spielereien zu unterlassen. 
Teilweise waren sie im Vorstand, dem ich zu diesem Zeitpunkt selbst angehörte.
Sie wussten alle, dass ich ohnehin an Depressionen erkrankt war, da ich im Verein offen damit umgegangen bin.
 
Im Gegenteil, je länger es andauerte, desto mehr steigerten sie ihre perfiden Handlungen und ließen dadurch, die zusätzlich entstandene posttraumatische Belastungsreaktion (PTBS), immer weiter verschlechtern. 
Viele Mitglieder im Verein wussten von dem Mobbing, doch kein einziger hatte den Mut seinen Mund aufzumachen und für mich zu sprechen.

Das geht an die Grenze des unfassbaren und wirkt zusätzlich destruktiv.

Durch eine Intrige gegen mich, kam das Fass dann zum Überlaufen und ich versuchte meinem Leben ein Ende zu setzen.
Diesen Umstand machte ich im Verein öffentlich, zum Dank wurde ich wegen Unwürdigkeit aus dem Verein ausgeschlossen.

Stark traumatisiert, konnte ich zwei Jahre lang keine Tennisanlage mehr betreten.
Da ich in der Lage bin, mein Verhalten zu reflektieren (auch eine häufige Eigenschaft bei Hochsensibilität), konnte ich im Laufe der Zeit, das Erlebte in meine Lebensgeschichte integrieren und letztendlich dazu benutzen mich weiter zu entwickeln.

Den Beteiligten konnte ich vergeben und loslassen, dieser Umstand löste in mir ein tiefes Gefühl von Frieden und Dankbarkeit aus. 
Ich bin in der glücklichen Lage ein Trauma anzunehmen und entsprechend aufzuarbeiten, so dass es mich heute (außer gedanklich) in keinster Weise mehr psychisch belastet.

Fasst allen Tätern bin ich wieder begegnet, alle konnten Hallo zu mir sagen.

Das ist leider nicht immer der Fall, oft traumatisiert es die Betroffenen ein Leben lang.

Täter die Mobbing betreiben, haben nicht selten eigene Unzulänglichkeiten, die sie vielleicht dazu nutzen, um andere langfristig psychisch und körperlich zu schädigen.

Monika Rudolph, HPP
Praxis Hochsensibel & Scannertalent

Admin - 10:39:09 @ Aktuelles | Kommentar hinzufügen

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